Geschichten für Zuhause: Erzählkunst als Podcast auf hr2

Geschichten für Zuhause: Erzählkunst als Podcast auf hr2

Jahr für Jahr bietet die Sparda-Bank-Hessen der mündlichen Erzählkunst ein Zuhause in Kassel und öffnet im September ihre Türen für all jene, die es lieben, Geschichten erzählt zu bekommen. So verwandelt sich Kassel alljährlich für einige Tage in die Hauptstadt der mündlichen Erzählkunst. Dieses Jahr alles anders.

„Das Motto „Zuhause“ stand seit Herbst 2019 fest. Niemand konnte ahnen, wie aktuell das Zuhause-Sein in diesem Jahr werden würde.“

Gudrun Rathke, Erzählerin, Leiterin des SpardaErzählfestivals

Schweren Herzens bleiben die Türen der Kasseler Filiale in der Friedrich-Ebert-Straße für das Festival zu. Aber: Das Festival fand trotzdem statt!
Denn hr2-kultur hat die Erzähler/innen des diesjährigen Festivals zu sich ins Studio eingeladen und bietet die Geschichten nun kostenlos in zwei Podcasts an.

Als Podcast für Erwachsene: Zuhause – Geschichten frei erzählt und als Podcast für Kinder und Familien: Zelt, Haus, Hütte, Schloss – Geschichten

30 Geschichten vom Zuhause-Sein und Zuhause-Fühlen, vom Weggehen und vom Wiederkommen: spannend, nachdenklich, frech, skurril, heiter und betörend – wie immer frei erzählt von national und international renommierten Erzählkünstler/innen: – diesmal mit

Rainer Mensing
Kathleen Rappolt
Gudrun Rathke
Katharina Ritter
Chris Rogers

Zum Weiterhören: Das SpardaErzählfestival im Radio

Am 06.09.2020 um 12:04 Uhr (Wiederholung am 13.09.2020 um 18:04 Uhr): Kulturszene Hessen über das 16. SpardaErzählfestival und am 10.09.2020 um 12:04 Uhr in der Sendung Doppelkopf: Am Tisch mit der Erzählerin Katharina Ritter

Bild: hr2

Freies Erzählen und Improvisation

Freies Erzählen und Improvisation

Videopremiere bei den 23. Thüringer Literaturtagen

Ferne. So heißt die eindrucksvolle Performance zwischen Bild, Wort und Musik.

Der Illustrator Mehrdad Zaeri zeichnet Bilder über die Sehnsucht nach Ferne und Nähe. Die Erzählerin Antje Horn improvisiert dazu Geschichten. Klaus Wegener spielt den Soundtrack ein.

Ferne. Mit Mehrdad Zaeri, Antje Horn, Klaus Wegener

Antje Horn
Mehrdad Zaeri
Klaus Wegener

Bild: Thüringer Literaturtage

 

Projektstipendien für Künstler/innen in Rheinland-Pfalz: Kriterien weiter gefasst

Projektstipendien für Künstler/innen in Rheinland-Pfalz: Kriterien weiter gefasst

„Nach konstruktiven Gesprächen mit den Kulturverbänden des Landes möchten wir die Förderkriterien weiter fassen, um das Programm breiter aufzustellen.“ sagt Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und freut sich, dass bis Anfang Juli schon fast 600 Projektstipendien in Höhe von jeweils 2.000 Euro an rheinland-pfälzische Künstlerinnen und Künstler vergeben werden konnten.

Zuwendungsempfänger können Soloselbständige und Ensembles aller künstlerischen Sparten sein, die ihren Erstwohnsitz in Rheinland-Pfalz haben und
Mitglied in der Künstlersozialkasse (Nachweis durch Angabe
Versicherungsnummer der Künstlersozialkasse) sind oder
über eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung (Nachweis durch Kopie des Abschlusszeugnisses) verfügen oder
als freischaffende Künstlerin/freischaffender Künstler arbeiten und aus dieser Tätigkeit Einnahmen in Höhe von mindestens 3.900 Euro im Jahr erzielen (Nachweis zum Beispiel durch einen Steuerbescheid) oder
eine fachspezifische Ausstellungs- und/oder Publikationstätigkeit oder eine qualifizierte künstlerische Praxis nachweisen können.

In der Pressemeldung (ab Seite drei!) findest Du alle Details. Hier kannst Du Deinen Antrag online stellen. Viel Erfolg!

Kennst Du jemanden in RLP, dem oder der diese Förderung helfen könnte? Dann teile unseren Facebook-Beitrag dazu oder diesen Blogartikel. Danke 🙂

Vorstandsklausur im Juli 2020

Vorstandsklausur im Juli 2020

dav

Als Ersatztermin für die coronabedingt abgesagte Klausur im Mai waren die Vorstandsdamen und Karla zu Gast bei Kerstin in Remlingen. Inhaltlich ging es, darum, unsere Aufgaben und Ziele im Team weiter umzusetzen, noch mehr an Klarheit und Struktur zu gewinnen und – ein besonders schöner und aufregender Tagesordungspunkt – das zehnjährige Bestehen des VEE 2022 Gestalt annehmen zu lassen. Der Newsletter informiert Dich rechtzeitig!

Foto: privat

Als scheidende Schriftführerin hat sich Kerstin mit ganzem Herzen der Versorgung ihrer Gäste gewidmet. Danke hierfür, wir haben uns so wohl gefühlt bei Dir, Kerstin! Und ein herzliches Dankeschön an Dörte, die dem Vorstand unterstützend zur Seite stand.

Foto: privat
Wie geht’s Dir online?

Wie geht’s Dir online?

Das hat unser Mitglied John Rogers gefragt und die Antworten zusammengetragen.

Generell gilt es, dass Erzähler/innen ein ‚echtes‘ Publikum brauchen, um wirklich wohl zu fühlen! Trotzdem waren manche überrascht, wie es ‚digital‘ funktionieren kann, und haben positive Erfahrungen z.B. mit Zoom gesammelt. Andere überlegen sich noch, welche Geschichten für diese Zeit angebracht zu erzählen sind oder genau welches Medium zu benutzen.

Selma Scheele erzählt von ihrem Webinar an der FH Bielefeld und ihrem Angebot für die Kinder ihrer Freunde:
„Ich gebe in diesem Semester ein Seminar im Geschichten erfinden und freien Erzählen von Geschichten für Student*innen der Fachhochschule Bielefeld. Sie studieren entweder Pädagogik der frühen Kindheit oder soziale Arbeit. Bei dem Seminar arbeiten wir überwiegend über ZOOM oder über Tutorials, die ich für die Studierenden vorbereitet habe. Dabei habe ich verschiedene Formen ausprobiert: Video-Tutorials, Audio-Tutorials oder auch PDF Tutorials. Die Tutorials sind alle recht „kunstvoll“, um die Leichtigkeit und Freude des Geschichtenerfindens und freien Erzählens zu vermitteln. ich habe z.B. einen Stop-Motion-Film gedreht, Audioaufnahmen mit Musik versehen und Collagen angefertigt. Zusätzlich dazu haben die Studierenden alle auch ein Einzelcoaching von mir bekommen, bei dem wir an ihren Geschichten gearbeitet haben.
Erzählen für Kinder
Für die Kinder meiner Freunde habe ich Geschichten als Audio-Datei aufgenommen. Teilweise mit Musik und Gesang, teilweise einfach so. Die Kinder sind zwischen 2 und 4 Jahre alt. Sie bekommen die Geschichte von mir mit einer persönlichen Begrüßung zugeschickt. Von allen bekomme ich dann persönliche Nachrichten zurück. Manchmal haben sie die Geschichte weiter erfunden, manchmal ein Bild dazu gemalt, manchmal einfach nur gesagt, dass sie es toll fanden. Und von den Eltern höre ich, dass sie dankbar für die Abwechslung sind.“

Frau Wolle (Karin Tscholl), hier ihr Online-Angebot, sagt:
„Es wird ziemlich gut angenommen, das kann sich aber jeden Monat je nach Lage wieder ändern. Zur Zeit habe ich 50 zahlende Abonnent*innen und 10, denen ich es geschenkt habe. Um die 40 Menschen sind bei einem Termin meistens dabei.
Die allermeisten bezahlen freiwillig mehr als die geforderten 33.- Euro, manche aus Solidarität sehr viel mehr.
Die Menschen sind zwischen den Niederlanden, ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich verteilt.
Ich muss dazu sagen, dass ich die Sache gründlich vorbereitet habe und dass mein Publikums-Pool in meinen 25 Jahren als Märchenerzählerin stetig gewachsen ist.
Das Angebot ist nur live, nichts wird aufgezeichnet.
Noch nicht so zufrieden bin ich mit Zoom, das zwar gut funktioniert, aber einen schlechten Ruf hat, was Datensicherheit angeht.“

Walburga Kliem berichtet:
Zur Zeit benutze ich lediglich die Soundcloud, also Podcasts, unter dem Titel „Erzählkunst-Lichtblicke zum Lauschen“. Ich hatte ein entsprechendes Profil schon vor der Corona-Pandemie (Adventskalender im Dezember 2019 und seit Januar 1x monatlich einen Podcast). Um Bezahlung bitte ich mit einem Unterstützungs-Button und Angabe meiner Kontoverbindung. Außerdem beteilige ich mich an der Vernetzung mit anderen Soundcloud-Profilen (VEE, Momo Heiß – Andere Gedanken und weitere Erzähler), indem ich deren Beiträge like und in meine eigenen Playlists aufnehme. Für die Aufnahmen verwende ich ganz einfach mein Smartphone ohne weitere Technik. Ich habe auch nicht vor, mein Equipment dahingehend zu erweitern. Auf meiner Webseite (wo ich die „Lichtblicke zum Lauschen“ ja auch bewerbe) findet sich dazu folgender Hinweis: Meine Erzählungen sind grundsätzlich eine Kunst, die ihren Weg „vom Mund zu Ohr“ gehen sollte, d. h. ich erzähle mündlich und im realen Leben! Das ist mir in Corona-Zeiten leider verwehrt! Ich habe NICHT den Anspruch, in Konkurrenz zu professionellen Audio-Künstlern aufzutreten. Meine „Hörspiele“ sind MIT LIEBE aufgenommen, auf technische Qualitätsmerkmale habe ich verzichtet!
Außerdem bin ich auf Facebook mit Text-/Bild-Beiträgen und Verlinkungen sehr aktiv.
Video-Aufnahmen sind für mich sehr schwierig, da wir nur über einen sehr schwachen und instabilen Internet-Zugang in unserem Dorf verfügen (der jetzt durch verstärkte Nutzung der Leute im Homeoffice noch mehr eingeschränkt läuft). Wenn dann kann ich nur sehr kurze Aufnahmen hochladen. Livestreams sind überhaupt nicht möglich!
Angebote zum individuellen „Erzählen am Telefon“ (obwohl ich mehrfach geworben habe) wurden bisher nicht angenommen!
Ich werde bei Lockerung der Kontaktbeschränkungen zu Veranstaltungen im kleinen Kreis in mein Gartenzelt und zu Wanderungen einladen.“

Astrid Brüggemann hat seit 22.3. ein Onlineformat: Die Sonntagsmärchen. Jeden Sonntag um 17 Uhr, manches Mal auch mit Gästen.
„Bisher habe ich sie wöchentlich angeboten, am 10.05. ist der letzte Termin im Wochenrhythmus, danach werde ich das Format monatlich weiter laufen lassen. Für das Format nutze ich Zoom und bin höchst zufrieden damit. Ich arbeite immer mit verschiedenen virtuellen Hintergründen, die ich vorbereite und von Szene zu Szene wechsle. Das macht es bunter. An Equipment habe ich: eine gute logitech-Webcam, ein Sennheiser-Headset und eine Lampe. Mein Rechner hat eine gute Grafikkarte, so dass das mit den virtuellen Hintergründen auch nach etwas aussieht. Einen Ticketpreis verlange ich nicht, aber ich bitte um Spenden. Dafür blende ich meine Kontonummer und meine Paypal-me-Adresse ein. Das klappt sehr gut.“

Olaf Steinl hat andere Erfahrungen gemacht:
„Ich habe in der Corona-Zeit öfter online-Erzählen mit zoom gemacht. Ich habe dreißig minütige Einheiten gemacht. Zum Beispiel zur Odyssee von Homer. Oder Märchen für kleine Kinder. Es funktioniert, aber es macht mir keine echte Freude. Ich brauche das echte Publikum.“

Sigrid Maute schreibt, dass sie zunächst einige Videoaufnahmen gemacht und kostenfrei auf Youtube hochgeladen hat. Einnahmen erzielte sie damit nicht. Doch sie schreibt weiter:
„Zwischenzeitlich hat sich bei mir jedoch ein ganz anderes Videokonzept ergeben – mit Erfolg! –  und ich berichte gerne davon. Dafür muss ich allerdings etwas ausholen:
In Hechingen gibt es einen Märchenpfad mit zehn Märchenstationen.
Auf diesem Pfad biete ich Erzählspaziergänge für Kindergärten, Schulen und verschiedene Gruppen an.
Die zehnte Station auf dem Pfad ist ganz neu – Rapunzel. Im April war eine Einweihungsfeier mit mir als Erzählerin geplant. – Coronabedingt entfiel die Einweihung und somit wurde mein Erzählauftrag storniert.
Vor zwei Wochen kam mir die Idee, „Rapunzel“ am Turm in einer Videoaufnahme zu erzählen. Ich hab ein kleines Drehbuch geschrieben und es als Video für die städtische Website angeboten. Die Stadt war begeistert!
Das Video wurde für den Gesamtaufwand zwar nicht sonderlich gut bezahlt, doch zumindest habe ich den stornierten Auftrag wieder drin. Am 8. Juni veröffentlicht die Stadt das Video, dazu gibt es Presse und darüber bin ich sehr glücklich.
Nun versuche ich solche Video-Erzählungen für weitere Kunden kostenpflichtig anzubieten. Etwa für das Freilichtmuseum oder demnächst ist in einem Museum im Kreis eine Brüder-Grimm-Ausstellung geplant.
In Sachen Live-Veranstaltung hatte ich letzten Sonntag einen Auftritt im Auto-Kino-Format – auch dieses Konzept geht auf, wenn auch etwas anders als gewohnt – es funktioniert.“

Birte Bernstein berichtet:
„Als Mitte März die Corona-Absagen sämtlicher Veranstaltungen auf mich herunterprasselten, verließ mich kurzzeitig und sehr heftig der Mut… um dann mit neuer Weichenstellung „Richtung online“ umso stärker aufzufrischen. Zunächst öffneten sich rund um Lübeck unzählige virtuelle Räume und Plattformen, auf denen (Klein)Künstler Gutscheine für Veranstaltungen „nach Corona“ verkaufen konnten. Darüber fanden sich digitale Netzwerke, und ich bekam Kontakt zu Künstlern und Musikern, den ich sonst nicht gehabt hätte. Gemeinsam haben wir uns präsent gehalten. Das tat so gut!
Außerdem haben Museen und Bibliotheken mich angefragt, ob ich Märchen in die Kamera erzählen würde – gegen „normales Honorar“! Wir haben also vor Ort kleine Videoclips gedreht, mit denen die Häuser ihre social-media-Kanäle bestückt haben. Eine Idee, die ohne Corona und den Schließungen der öffentlichen Einrichtungen nicht entstanden wäre!
Mitte April habe ich dann mit einem eigenen Online-Angebot per Zoom begonnen: über fünf Wochen gab es jeden Montag Abend Erzählkunst aus meiner Küche. Es fand sich eine bunte Gruppe mit Menschen aus Hamburg, Köln, Bonn, Bielefeld, Hannover, Berlin und natürlich Lübeck zusammen. Auch haben sich weit entfernt voneinander wohnende Freunde oder Verwandte auf diese Weise jeden Montag online gesehen und „zusammen“ den Märchen zugehört. Das wäre sonst nicht geschehen und war eine große Freude. Viele haben den Teilnehmerbeitrag von 32 Euro großzügig aufgerundet. Mittlerweile läuft die zweite Runde, kommenden Montag ist der letzte Termin. Die Technik war am Anfang aufregend, bekam aber bald etwas von „normal“. Erstaunlich, wie gut der Kontakt auch über Entfernung und Bildschirm funktioniert hat! Angesichts der begonnenen Sommerferien gibt es jedoch (vorerst) keine dritte Runde.
Für Juli / August / September stehen nun in Lübeck drei Veranstaltungen „Drumcircle meets storytelling – ein getrommeltes Märchen“ in Kooperation mit einer Drumcircle-Facilitatorin an. Ich hatte dafür einen Antrag bei der Lübecker Possehl-Stiftung gestellt, der vorgestern bewilligt wurde. Die Stiftung hat einen extra Corona-Fördertopf für kulturelle Veranstaltungen in diesen Zeiten aufgemacht – also wäre auch dieses Projekt ohne Corona und ohne Finanzierung durch die Stiftung kaum verwirklicht worden. Insgesamt bin ich – bis hierher – wunderbar durchgekommen und wundere mich oft selbst, wie das alles geschehen konnte. Ich bin sehr dankbar für viel Zuspruch, Unterstützung und die Ideen, mit denen Veranstalter und andere Künstler auf mich zukamen. Vielleicht ist dieser kleine Bericht auch für andere corona-ausgebremste Erzähler interessant zu lesen?!“

Jedes unserer derzeit 120 Mitglieder hat individuelle Erfahrungen gesammelt, ist vielleicht sogar schon vor der Pandemie mit dem Erzählen am Telefon oder auf einem youtube-Kanal vertraut gewesen. Die Angebote aller unserer Mitglieder finden sich unter ihren Profilen auf unserer VEE-Karte.

Bild von Joshua Woroniecki auf Pixabay

Weltgeschichtentag am 20. März – Geschichten reisen online

Weltgeschichtentag am 20. März – Geschichten reisen online

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind behördlich untersagt, so auch der VEE Weltgeschichtentag – wir gehen online!

Am 20. März ist Weltgeschichtentag, der Tag an dem das Erzählen weltweit gefeiert wird. Während in den vergangen Jahren allein im Deutsch-sprachigen Raum an die hundert Live-Veranstaltungen mit Publikum stattfanden, gehen die Geschichten in Zeiten von Corona online.

Der Verband der Erzählerinnen und Erzähler e. V. bietet gemeinsam mit seinen Mitgliedern einen Podcast-Kanal voller Geschichten. Denn gerade in Krisenzeiten können Geschichten- und Märchenerzählungen inspirieren und Mut machen, so die einhellige Meinung der professionellen Erzählerinnen und Erzähler. Geschichtenliebhaber sind eingeladen, ab dem 20. März 2020 unter dem Link https://soundcloud.com/erzaehlerverband den Erzählungen zum diesjährigen Weltgeschichtentagsthema „Reisen“ zu lauschen. – www.erzaehlerverband.org

Stellungnahme zum VEE Weltgeschichtentag

Stellungnahme zum VEE Weltgeschichtentag

Am 20.3. ist Weltgeschichtentag. Erstmals hat der Verband der Erzählerinnen und Erzähler e.V., kurz VEE, durch die Mitglieder ein breitgefächertes Veranstaltungsangebot in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiviert. Durch die momentane Corona-Krise kommt es nun zu zahlreichen Ausfällen.

Teils sagen die Veranstalter ab oder die Behörden erlauben keine Veranstaltungen. In den Medien wird darauf aufmerksam gemacht, soziale Kontakte, soweit möglich, zu meiden. Der VEE bedauert die aktuelle Lage und rät den Künstler/innen und Veranstaltern, den VEE Weltgeschichtentag abzusagen.

Wir weisen darauf hin, dass es die freie Entscheidung jedes Einzelnen ist – ob Veranstalter, Künstler/in oder Besucher/in – wie er/sie mit der aktuellen Situation umgeht. Täglich gibt es neue Informationen, die wir unmöglich alle filtern können.

Hier eine Handlungsempfehlung für Veranstaltungen vom Robert Koch Institut, vom 13.3.2020: Handlungsempfehlung RKI

Hier ein Hinweis auf die Risikobewertung für Deutschland vom Robert-Koch-Institut, ebenfalls vom 13.3.2020: Risikobewertung RKI

Um den Weltgeschichtentag und damit das Erzählen dennoch zu würdigen plant der VEE über die sozialen Medien aktuelle Videobeiträge von Erzähler/innen zum Thema „Reisen“ zu veröffentlichen. Mehr dazu in Kürze.

Die Kunst des Erzählens heißt auch, auf den Flügeln der Fantasie zu reisen. So können wir auf diesem Weg reisend unterwegs sein und verschiedenste Abenteuer erleben. Ziel ist, dass wir unser Immunsystem durch die Kraft der Imagination und Fantasie stärken und gesund bleiben.

Stellungnahme zur aktuellen Corona-Situation, Stand 12.3.2020

Stellungnahme zur aktuellen Corona-Situation, Stand 12.3.2020

Als Erzählerverband möchten wir Mitgliedern und Kolleg/innen einige Informationen und Handlungsoptionen an die Hand geben, um den aktuellen Entwicklungen durch das Virus „Corona“ nicht schutzlos gegenüber zu stehen.

Handlungsideen bei der Absage von Veranstaltungen wegen des Corona-Virus
aus: Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V.

Ungeachtet der Rechtslage haben die Veranstalter und Künstler/innen häufig eine jahrelang anhaltende Vertragsbeziehung. Deswegen empfiehlt es sich auch bei einer Absage der Veranstaltung, bei der vermutlich noch keine höhere Gewalt anzunehmen ist, eine gütliche Einigung zu erzielen. Nachfolgend skizzieren wir stichpunktartig einige Möglichkeiten:

  • Veranstaltung verschieben und für den Fall, dass auch die verschobene Veranstaltung nicht stattfindet bereits die Höhe des Ausfallhonorars regeln.
  • 50 % des Honorars fordern.
  • Bereits angefallene Aufwendungen sowie nur einen Teil der eigenen eingeplanten Kosten geltend machen.

Rechtliche Einschätzungen zur Absage von Veranstaltungen:
www.famab.de/aktuelles/corona-virus-covid-19 
https://www.kanzlei-laaser.com/ausfallgage-bei-absage-der-vorstellung/

Prof. Dr. Volker Römermann, Präsident der German Speakers Associationund Anwalt, Prof. Dr. Volker Römermann, gibt eine Einschätzung aus juristischer Sicht, die wir lesenswert finden.

Wer mag, kann folgende Petitionen unterzeichnen:

In den VEE-Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Luxemburg ist man in der Politik unterschiedlich weit. Wir haben versucht, einen Überblick zu geben, wo bereits ein Bewusstsein für die existenzbedrohende Situation bei freien Künstler/innen besteht:

Deutschland

Der Deutsche Kulturrat e.V. hat in seiner Pressemitteilung vom 11. März bereits konkret das Problem der freiberuflichen Künstler/innen benannt und einen Notfallfonds gefordert:

„Große Sorgen macht dem Deutschen Kulturrat die Situation freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler und anderer Selbständiger aus dem Kultur- und Medienbereich. Mit der Absage von Aufführungen, Tagungen, Veranstaltungen usw. droht ein erheblicher Teil von deren Einnahmen wegzubrechen. Das kann sehr schnell existentielle Auswirkungen haben. (…) Wir fordern daher den Vorsitzenden der Kulturministerkonferenz Staatsminister Bernd Sibler und Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB auf, schnell zu reagieren und einen Notfallfonds einzurichten. Ein solcher von Bund und Ländern zusammen getragener Notfallfonds sollte bei der Kulturstiftung der Länder und der Kulturstiftung des Bundes gemeinsam eingerichtet werden.“

Kulturstaatsministerin Grütters hat bereits zugesagt, sie werde sich „dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen miteinbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen“ gehe. Quelle
Sie wird am 11. März von der nmz – neue musikzeitung zitiert: „Mir ist bewusst, dass diese Situation eine große Belastung für die Kultur- und Kreativwirtschaft bedeutet und insbesondere kleinere Einrichtungen und freie Künstlerinnen und Künstler in erhebliche Bedrängnis bringen kann“ Quelle

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste setzt sich in der Allianz der Freien Künste, dem Zusammenschluß von 18 Verbänden der frei und professionell arbeitenden Künstler/innen, im politischen Raum dafür ein, dass eine Absicherung der wirtschaftlichen Risiken der Kreativen im Zusammenhang mit Coronavirus/COVID-19 in den Blick genommen wird. Gearbeitet wird aktuell an einer Umfrage zu den zu erwartenden Folgen der Pandemie für die freiberuflich und selbständig tätigen Akteur/innen im Kunst- und Kulturbereich. Quelle

Der VEE wird einen Brief an die Kulturstaatsministerin verfassen, um auf die Situation der Erzähler/innen hinzuweisen und sich dafür einsetzen, dass die Freischaffenden bei einem eventuellen Notfallfonds nicht übersehen werden.
Auch an den Kulturrat wird sich der VEE wenden und die Belange seiner Mitgliedervorbringen.

Österreich

Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek sagte auf die Anfrage des KURIER am 10. März: „Wir sind dabei zu klären, ob und wie die Auswirkungen auf die Kulturbranche abgefedert werden können.​​“ Die Absage der kommenden Wochen seien für „den österreichischen Kunst- und Kulturbetrieb eine große Herausforderung. Es ist eine außergewöhnliche und noch nie dagewesene Situation. Wir sind dabei die Folgen abzuschätzen“. Im gleichen Artikel wird SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda zitiert wie er ebenfalls am 10. März ein Hilfspaket für die Kultur fordert.

„Von SPÖ und NEOS, den Gewerkschaften und den Künstlerverbänden werden Forderungen nach einem Katastrophenfonds und einem diesbezüglichen politischen Krisengipfel erhoben. Hilfe, die etwa für den Tourismusbereich versprochen worden sei, müsse auch „auf unsere schwer betroffene Branche ausgedehnt bzw. adaptiert werden“, heißt es in einem Offenen Brief der Verbände der Film-, Musik- und Buchwirtschaft. Die österreichische Staatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne), aber auch die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) versprachen, sich für betroffene Künstler und Kultureinrichtungen einzusetzen.“ Quelle

An die Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek wird sich der VEE in einem Brief wenden um auf die Situation der Erzähler/innen hinzuweisen und sich auch in Österreich dafür einsetzen, dass die Freischaffenden bei einem eventuellen Rettungsschirm nicht übersehen werden.

Wirtschaftskammer-Fachverbände für Buch-, Film- und Musikwirtschaft haben sich gemeinsam mit Institutionen, Verbänden und Unternehmen einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Stadt Wien gewandt. Sie weisen „dringlich“ darauf hin, „dass die anberaumten Maßnahmen sowie insgesamt die Situation, die das Coronavirus ausgelöst hat, für viele Kulturinitiativen, Kreativunternehmerinnen und -unternehmer und Kunstschaffende ein existenzgefährdendes Ausmaß erreichen“, und fordern die Einrichtung eines Katastrophenfonds und Rettungsschirms für die Kultur.  Hier ein offener Brief zum Nachlesen.

Schweiz

Der Tagesanzeiger macht die vielgesichtigen Auswirkungen von abgesagten Veranstaltungen schon sehr früh in einem Artikel vom 5. März bildlich am Beispiel einer Lesung deutlich:
„Wird etwa eine Lesung abgesagt, gibts auch weniger Buchverkäufe. Kann eine Person nicht auftreten, leidet auch ihre Sichtbarkeit am Markt, was gerade für weniger bekannte Gesichter ein Problem ist. Dabei sei es aber völlig verkehrt, jetzt die Veranstalter gegen die Schauspieler, Autoren, Musiker auszuspielen oder umgekehrt. Beide Parteien seien wesentliche Träger des Schweizer Kulturlebens, und der Bund müsse auch ihnen gegenüber Verantwortungsbewusstsein zeigen. Der Berufsverband t. Theaterschaffende Schweiz unterstützt deshalb die Petition von Gewerkschafter Christophe Gremaud.“  Es geht darum, „dass der Bund einen Entschädigungsfonds für die betroffenen Showprofis auf und hinter der Bühne einrichtet.“ Quelle


Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat in Zusammenhang mit dem Coronavirus eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) eingesetzt. Die Arbeitsgruppe soll die durch das Virus verursachten wirtschaftlichen Konsequenzen verfolgen und Maßnahmen zur deren Linderung prüfen. Das SECO ist sich bewusst, dass die Kulturbranche von den Auswirkungen des Coronavirus besonders betroffen ist. Es hat deshalb das Bundesamt für Kultur (BAK) und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in die entsprechende Arbeitsgruppe berufen. Um die Anliegen und Interessen der Kulturbranche in der Arbeitsgruppe des SECO möglichst sachgerecht einbringen zu können, haben das BAK und Pro Helvetia ausgewählte Kulturverbände zu einer Anhörung am 12. März eingeladen. Quelle


Südtirol
Auf der Seite des Südtiroler Künstlerbund sind bis dato (12. März 15 Uhr) keine Informationen zu den Auswirkungen von Corona auf Kulturschaffende der Region veröffentlicht. Der Landesrat für Kultur Südtirol, Philipp Achammer, sagt: „Auch die Kulturbetriebe bekommen die derzeitigen Einschränkungen zu spüren. Doch auch diese wolle man nicht im Regen stehen lassen.“ Quelle


Luxemburg
Das Ministerium für Kultur der Luxemburger Regierung hat auf seiner Seite keine aktuellen Nachrichten zu Thema Corona veröffentlicht.

VEE Weltgeschichtentag am 20. März – Voyage

VEE Weltgeschichtentag am 20. März – Voyage

Alle Jahre wieder wird er gefeiert der Weltgeschichtentag und die Erzähler/innen von VEE präsentieren unterschiedlichste Veranstaltungen zum Thema „Voyage“, Reisen. Dieses Jahr steht alles unter der Farbe Gelb. Ob im gelben Haus, am gelben Postkasten, gelbe Kleidung oder gelbe Dekoration. Die VEE Erzähler/innen sind eingeladen, das Gelbe vom Ei zu finden und in die Geschichten fließen zu lassen und vielleicht tragen sie sogar die ein und andere (gelbe) Geschichte für den Geschichtenband bei, der im Herbst im Erzählverlag erscheinen soll.

Vom Zitronengelb bis zum warmen Goldgelb spannt sich das Spektrum der Farbe Gelb. Gelb hat eine große Strahlkraft, die wir mit der Sonne verbinden. Gelb ist die am wenigsten greifbare und unwirkliche Farbe und steht in vielen Kulturen für das Schöne, Heilige und Göttliche.

Gelb bedeutet Leuchten und Helligkeit und vermittelt Freude. Wenn man sich eine leuchtend gelbe Umgebung vorstellt, bekommt man gute Laune – und was gute Laune macht ist beliebt. Gelb steht für einen scharfen Verstand und einen wachen Geist. Gelb steht auch für Wahrheit, Rationalität und Weisheit.

Der Held, die Heldin von Geschichten finden sich sowohl in der Farbe Gelb, als auch im Motto des Weltgeschichtentages wieder. Sie sind die sogenannten Goldkinder, zumeist Reisende, die aufgebrochen sind, ihre eigene Wahrheit zu finden, um Weisheit zu erlangen, ihr Glück zu suchen oder um für ihre Freiheit einzustehen. Oft gehen sie weite Wege, manchmal sogar bis ans Ende der Welt, bis sie schließlich und endlich ihr Ziel erreichen und siegreich dort bleiben oder gestärkt in ihre Heimat zurückkehren.

Reisen Sie mit uns beim Weltgeschichtentag am 20. März 2020!
Weitere Infos finden Sie hier

VEE-Nachwuchsförderung

VEE-Nachwuchsförderung

Das Festival Feuerspuren in Bremen hat von VEE die Nachwuchsförderung für Michaela Rauch bekommen, die mit Händen und Worten und schwäbisch gefärbten Vokalen erzählt hat.

Außerdem war die Erzählausbildung vom VEE bei den Feuerspuren mit einem Orientierungsseminar vertreten und hat sogar am Eck erzählt.

Janine Schweiger, Vorsitzende und Ausbilderin hat es besonders gut gefallen, wie das Erzählen am Eck funktioniert hat. Die Teilnehmer/innen haben angefangen mit „Ein Vater hatte 7 Söhne“ und haben es so oft wiederholt, bis spontan aus dem Publikum eine Frau auf Rumänisch und zwei Mädchen auf Kurdisch mitgemacht haben. Danach waren die Teilnehmer/innen so beflügelt, dass sie noch spontan 3 Geschichten draufgepackt haben.

Die Nachwuchs-VEE Michaela Rauch kam am Sonntag spontan mit in die Jugendherberge und so haben sich die Teilnehmer/innen die Wartezeit auf die Bahnverbindung munter vertrieben, mit guten Gesprächen in der Lobby… eine wirklich wichtige Begegnung für die Teilnehmenden.

http://www.feuerspuren.de