Prüfungsordnung
der Erzählausbildung VEE

beschlossen von der Bildungskommission des VEE am 03. März 2016, verändert zuletzt am 24. Mai 2017

I. Prüfungskommission

Aus dem Pool der Ausbilderinnen und Ausbilder, die bereit sind, auch zu prüfen, wird für jeden Kandidaten/Kandidatin eine dreiköpfige Prüfungskommission (PK) gebildet. Ein Mitglied der PK darf von der Kandidatin/dem Kandidaten aus diesem Pool gewählt werden, die anderen beiden werden von der Bildungskommission ernannt.

  • Ausbilderinnen und Ausbilder können ErzählerInnen sein die:
  • Einzelmitglied in der Kategorie Profi im VEE sind und
  • Die Qualifikation des VEE für die Stufe besitzen, in der sie ausbilden und
  • Fünf Jahre Berufserfahrung in der Erzählausbildung haben und
  • Einen künstlerisch / pädagogischen Lebenslauf vorweisen können und
  • Regelmäßige eigene Weiterbildung nachweisen können
    (Umfang: mindestens ein Wochenende (16 UE) im Zeitraum von zwei Jahren) und
  • Die jährliche Pauschale für Ausbilderinnen und Ausbilder an den VEE bezahlt haben

Die Ausbilderinnen und Ausbilder werden von der Bildungskommission ausgewählt. Die Arbeit der Prüferinnen und Prüfer soll entsprechend dem zeitlichen Aufwand angemessen entschädigt werden. Hierfür wird eine Prüfungsgebühr festgelegt.

II. Grundstufe Erzählausbildung

Ausbildungsziele:

  • Repertoire mindestens 7 Geschichten (Repertoire bedeutet: Diese Geschichten
    können jederzeit ohne längere Vorbereitung erzählt werden).
  • Mindestens 5 dokumentierte Auftritte (solo oder mit anderen zusammen)
  • Grundkenntnisse Theorie
  • Seminararbeit (Umfang 5 – 12 Seiten Text)

Wie verläuft die Prüfung?
Gespräch (in der Regel 1 Std.) mit drei Prüfenden zur Seminararbeit, zur Theorie und zur Erzählpraxis der Kandidatin/des Kandidaten. Dabei soll auch eine kurze Geschichte (max. 10 Min.) von der Kandidatin/dem Kandidaten erzählt werden.

Was wird erworben:
Bescheinigung Grundlagen des freien mündlichen Erzählens/Erzählausbildung VEE

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung:

  • Absolviertes Curriculum, mit Testatheft belegt (über die Anerkennung von außerhalb der VEE-Ausbildung absolvierten Teilbereichen entscheidet die Bildungskommission auf schriftlichen Antrag der Kandidatin/des Kandidaten)
  • Nachweis des geforderten Repertoires (Liste) und der geforderten Auftrittserfahrung
    (Dokumentation: Wann, wo, was wurde erzählt? Mit wem? Welcher Veranstalter?)
  • Abgabe der Seminararbeit
  • Zahlung der Prüfungsgebühr

Übergangsbestimmungen/Nachqualifizierung:

  • a) Die Bescheinigung Grundlagen des freien mündlichen Erzählens/Erzählausbildung VEE erhält prüfungsfrei, wer am Stichtag 1.1.2017 in der Kategorie Profi Mitglied im VEE ist und zu diesem Zeitpunkt seit mindestens 5 Jahren professionell erzählt.
  • b) Zur Prüfung für die Bescheinigung Grundlagen des freien mündlichen Erzählens/Erzählausbildung VEE ohne Absolvierung des Curriculums wird zugelassen, wer seit mindestens 3 Jahren professionell erzählt und die anderen Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung erfüllt.
  • c) Über die Nachzertifizierung entscheidet der Ältestenrat gemäß a) und b). In nicht eindeutigen Fällen kann der Ältestenrat eine Einzelfallentscheidung treffen.

III. Aufbaustufe Erzählausbildung

Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung in der Aufbaustufe ist die Bescheinigung Grundlagen des freien mündlichen Erzählens/Erzählausbildung VEE

Ausbildungsziele:

  • Befähigung, Erzählen als Beruf auszuüben
  • Repertoire mindestens 60 Geschichten (Repertoire bedeutet: Diese Geschichten können jederzeit ohne längere Vorbereitung erzählt werden).
  • Unter den Geschichten im Repertoire sollen mindestens 6 verschiedene Typen von Geschichten vertreten sein.
  • Verschiedene Typen von Geschichten wären:
    Märchen
    Schwänke
    Sagen
    Mythen
    Legenden
    Weisheitsgeschichten
    Fabeln
    Alltagsgeschichten
    Urban Legends
    Literarische Geschichten
    Eigene Geschichten
    Biographische Geschichten
  • Mindestens 40 dokumentierte Auftritte, davon mindestens 20 mit Soloprogramm
  • Fundierte theoretische Kenntnisse
  • Fähigkeit, je nach Publikum und Situation das Programm spontan zu ändern
  • Seminararbeit (Umfang 12-20 Seiten Text) oder Projekt im gewählten Schwerpunkt (Projektbeschreibung Umfang 5-12 Seiten Text).

Die Schwerpunkte sind

  • Bühnenerzählen
  • Erzählen im pädagogischen Kontext
  • Heilsames Erzählen

Wie verläuft die Prüfung?
Die Prüfung soll so gestaltet sein, dass die Bewerber ihre Fähigkeiten möglichst frei entfalten können, aber trotzdem sorgfältig begutachtet werden.

Die Prüfung umfasst die folgenden Teile:

  • Ungeschnittene Video-Dokumentation eines Soloprogramms. Die gezeigte Darbietung wird von drei Prüfenden begutachtet und bewertet.
  • Theorie-Prüfung in einem offenen Gespräch mit drei Prüfenden (Dauer ca. 60 bis 90 Min.)
  • Teilnahme an einem ceilidh mit anderen Bewerberinnen und Prüfenden. Zwei Mitglieder aus dem Pool der Prüfenden fungieren dabei als Master of Ceremony.
  • Nach Abschluss der drei Teile entscheidet die PK über die Zertifizierung des Bewerbers/der Bewerberin.

Was wird erworben:
Zertifikat: Professionelle Erzählerin/Professioneller Erzähler zertifiziert durch den VEE

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung:

  • Absolviertes Curriculum, mit Testatheft belegt (über die Anerkennung von außerhalb der VEE-Ausbildung absolvierten Teilbereichen entscheidet die Bildungskommission auf schriftlichen Antrag der Kandidatin / des Kandidaten)
  • Nachweis des geforderten Repertoires (Liste) und der geforderten Auftrittserfahrung
    (Dokumentation: Wann, wo, was wurde erzählt? Mit wem? Welcher Veranstalter?)
  • Abgabe der Seminararbeit oder Projektbeschreibung
  • Abgabe der Video-Dokumentation eines Soloprogramms
  • Zahlung der Prüfungsgebühr

IV. Übergangsbestimmungen/Nachzertifizierung

  • a) Das Zertifikat Professionelle Erzählerin / Professioneller Erzähler zertifiziert durch den VEE erhält prüfungsfrei, wer am Stichtag 1.1.2017 in der Kategorie Profi Mitglied im VEE ist und zu diesem Zeitpunkt seit mindestens 10 Jahren professionell erzählt.
  • b) Zur Prüfung der Aufbaustufe ohne Absolvierung des Curriculums wird zugelassen, wer seit mindestens 5 Jahren professionell erzählt und die anderen Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung erfüllt.
  • c) Über die Nachzertifizierung entscheidet der Ältestenrat gemäß a) und b). In nicht eindeutigen Fällen kann der Ältestenrat eine Einzelfallentscheidung treffen.

V. Nachträgliche Anerkennung von Kursen für die Erzählausbildung VEE

Teilnehmende an der Erzählausbildung VEE können Kurse, die sie vor ihrer
Anmeldung zur Erzählausbildung VEE absolviert haben, nachträglich auf Antrag
anerkennen lassen, wenn diese Kurse:

Im Kalenderjahr der jeweiligen Anmeldung zur Erzählausbildung VEE oder im davor liegenden Kalenderjahr stattgefunden haben und im jeweiligen Jahresprogramm der Erzählausbildung VEE als für das Curriculum anrechenbar angegeben waren und die Teilnahme von der/dem jeweiligen Dozentin/Dozenten im Testatheft bestätigt wird.

Der Antrag auf nachträgliche Anerkennung von Kursen soll spätestens bis zum Ende des Kalenderjahrs der jeweiligen Anmeldung zur Erzählausbildung VEE schriftlich an den Büroleiter des VEE erfolgen.

Alle Angaben auf der Webseite ohne Gewähr. Es gilt die jeweils aktuellste Fassung.

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Jahresprogramm

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Curricula

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Weiterbildung

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